Weltoffenes Fulda

08.07.2017

Bereits seit seiner Gründung lebt Fulda in europäischen Bezügen.

Die christlich-abendländische Kultur, die Europa prägt, wurde über Jahrhunderte auch von Fulda aus mit beeinflusst. Diesem Fundament fühlen wir uns auch heute verpflichtet.

Europa lebt nicht nur von einheitlichen Regelungen, sondern wird durch das Miteinander und gegenseitige Verständnis der Menschen in den Städten und Regionen lebendig. Diesem Gedanken trägt Fulda durch Städtepartnerschaften und andere Projekte wie der Beteiligung an der „Via Regia“ Rechnung. Die bestehenden Freundschaften und Partnerschaften mit den Bonifatiusstädten Credition und Dokkum sowie mit Arles, Como, Sergiew Possad, Weimar, Wilmington und Leitmeritz werden gepflegt und leben vom Engagement der Bürgerinnen und Bürger.

In Fulda leben bereits viele gut integrierte Menschen mit Migrationshintergrund. Ein mitmenschliches Zusammenleben in unserer Stadt kann nur durch eine gute Integration gelingen, die die Anerkennung der Werte unseres Grundgesetzes und der freiheitlich-demokratischen Grundordnung unseres Landes voraussetzt, ohne dabei die eigene Identität und Herkunft aufgeben zu müssen. Dieser Prozess ist sowohl auf gegenseitige Toleranz wie auch auf Akzeptanz der vorgenannten Werte angewiesen.

Zunehmend erreichen uns mehr Menschen, die Zuflucht vor Krieg und Gewalt suchen. Die große Zahl an Flüchtlingen stellt unsere Gesellschaft vor eine große Herausforderung, die nur gemeinsam bewältigt werden kann. Die Stadt Fulda ist sich ihrer hohen Verantwortung bewusst und unterstützt den Landkreis bei der Unterbringung und der Betreuung von Flüchtlingen vor Ort. Dabei sind wir uns bewusst, dass eine dauerhafte Lösung nur auf europäischer Ebene zu finden ist.

Unser Blick in Fulda richtet sich konkret auf die Integration der Menschen in unsere Gesellschaft. Hierfür sehen wir das Angebot von Sprachkursen, beruflicher Qualifizierungsmöglichkeiten, die Förderung in Kindertageseinrichtungen und Schulen wie auch die Schaffung von ausreichendem Wohnraum als notwendig an.

Über diese längerfristigen Maßnahmen hinaus setzen wir aktuell folgende Schwerpunkte:

• Unterstützung des Engagements von Neubürgerinnen und Neubürgern in Vereinen
• Förderung der Projekte mit Stadtteilmüttern und Integrationshelfern
• Unterstützung der Integrationsarbeit des Ausländerbeirates
• Anerkennung und Wertschätzung der ehrenamtlichen Hilfs- und Betreuungsarbeit für Flüchtlinge und Asylsuchende in unserer Stadt.