Die politische Steuerung, Prioritätensetzung und Umsetzung erfolgen dabei unter der klaren Verantwortung der CDU-Mehrheitsfraktion in der Stadtverordnetenversammlung. Das geht aus dem aktuellen Sachstandsbericht des Magistrats zur Ausführungsplanung deutlich hervor.
„Ein Projekt dieser Größenordnung braucht nicht nur Zustimmung, sondern vor allem klare Entscheidungen und eine verlässliche politische Linie“, erklärt Michael Ruppel, Vorsitzender des Arbeitskreises Bauwesen, Klimaschutz, Stadtplanung und Mobilität der CDU-Fraktion. „Diese Richtungsentscheidung haben wir als Mehrheitsfraktion getroffen und konsequent vorangetrieben.“
Der neue Wertstoffhof entsteht auf einer rund 5.000 Quadratmeter großen Fläche nördlich des Münsterfelds zwischen Haimbach und Maberzell. Der Standort ist künftig aus drei Richtungen erreichbar und bietet damit eine deutliche verkehrliche Entlastung gegenüber dem bisherigen Standort an der Weimarer Straße, der sowohl flächenmäßig als auch logistisch und sicherheitstechnisch an seine Grenzen gestoßen ist.
Ein zentrales Element der Planung ist die konsequente Trennung von Besucher- und Logistikverkehr. Für private Anlieferungen ist ein strukturierter Einbahnverkehr mit separater Einfahrts- und Anstauspur auf nicht öffentlichem Gelände vorgesehen. Rückwärtsfahrten werden vollständig vermieden. Gleichzeitig können volle Container unabhängig vom Besucherverkehr über eine eigene Logistikzufahrt abtransportiert werden.
„Gerade die Sicherheit war ein entscheidender Punkt“, so Ruppel. „Am alten Standort treffen wartende PKW, LKW-Verkehr, Fußgänger und Radfahrer auf engstem Raum aufeinander. Mit der neuen Anlage schaffen wir klare Strukturen, Übersicht und deutlich mehr Sicherheit – für Bürgerinnen und Bürger wie auch für die Mitarbeitenden.“
Der neue Wertstoffhof gliedert sich in mehrere funktionale Bereiche: ein Betriebsgebäude mit Verwaltung, Sozialräumen und öffentlichem WC, eine überdachte Halle für Kleinfraktionen und Elektroaltgeräte, einen Recyclinghof mit überdachten Containerstellplätzen auf zwei Ebenen sowie eine separate Bauschutthalle. Die Containerstellplätze sind barriereärmer ausgeführt und ermöglichen eine komfortable, übersichtliche Entsorgung von stirn- und längsseitig zugänglichen Stegen aus.
Inhaltlich ist der Wertstoffhof klar auf die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft ausgerichtet. Der Grundsatz „Wiederverwendung vor Verwertung vor Beseitigung“ bildet die Leitlinie der Planung. Neben klassischen Wertstoffen werden zahlreiche Kleinfraktionen sowie Elektroaltgeräte strukturiert angenommen und vorsortiert. Perspektivisch sind Erweiterungen des Fraktionsspektrums möglich. Der Wertstoffhof ist ausschließlich für Fuldaer Bürgerinnen und Bürger vorgesehen; eine deponieähnliche Nutzung ist ausdrücklich nicht geplant.
Auch der zeitliche Rahmen des Projekts wird im Sachstandsbericht klar umrissen: Nach Abschluss des Bebauungsplanverfahrens und der inzwischen vorliegenden Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz laufen derzeit die Ausführungsplanungen für Hochbau und Freianlagen. Die vorbereitenden Arbeiten auf dem Gelände haben bereits begonnen. Größere Erdarbeiten sind nach aktuellem Stand im Jahr 2026 vorgesehen; daran schließen sich die Hochbau- und Ausbaugewerke sowie die Herstellung der Außenanlagen an. Konkrete Termine für Fertigstellung und Inbetriebnahme werden nach Abschluss der Ausschreibungen festgelegt.
„Uns war wichtig, erst alle Genehmigungen sauber abzuschließen und dann Schritt für Schritt in die Umsetzung zu gehen“, betont Ruppel. „Das schafft Planungssicherheit und verhindert spätere Verzögerungen.“
Die veranschlagte Investitionssumme liegt bei rund 4,5 Millionen Euro. Aus Sicht der CDU-Fraktion ist dies eine nachhaltige und verantwortungsvolle Investition in die städtische Infrastruktur.
„Das Projekt wird im Parlament breit getragen – und genau so soll es auch sein“, so Ruppel abschließend. „Unsere Aufgabe als Mehrheitsfraktion ist es, die Richtung vorzugeben, Entscheidungen zu treffen und die Umsetzung verlässlich zu steuern. Der neue Wertstoffhof im Münsterfeld ist dafür ein gutes Beispiel.“

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