Bildung

08.07.2017

Lebensqualität, optimale Bedingungen für die Wirtschaft und das kulturelle Leben haben ihre Grundlage nicht

zuletzt auch im hervorragenden Schul- und Bildungsangebot in Fulda.

Die schulischen Einrichtungen in Fulda bieten eine große Vielfalt und Durchlässigkeit innerhalb der Schulformen und Schulstufen. Neben den staatlichen Schulen in kommunaler Trägerschaft gehören traditionell auch kirchliche und private Schulen zum Bildungsangebot. Diese Vielfalt gilt es weiter zu erhalten. Das gleiche gilt für die beruflichen Schulformen, die das Angebot der Regelschulen im Hinblick auf Durchlässigkeit und Vielfalt der Abschlussmöglichkeiten vervollständigen. Nur so kann jede Schülerin und jeder Schüler nach ihrer oder seiner Interessenlage auswählen, welchen beruflichen Weg er oder sie gehen will. Dies garantiert Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit.

Wir werden dafür Sorge tragen, dass die Fuldaer Schulen auf dem hervorragenden Qualitätsniveau weiterentwickelt werden, um in bewährter Weise gute Bildungschancen zu eröffnen und auch den sich wandelnden Bedürfnissen der Eltern und Schüler gerecht zu werden. In den letzten 10 Jahren haben wir dafür gesorgt, dass mittlerweile fast jede Grundschule in Fulda ein Ganztagsangebot verwirklichen konnte. Diese Angebote gilt es nun, qualitativ und unter Berücksichtigung der Initiativen und Hilfen aus der Landespolitik weiter auszubauen.

Dabei setzen wir folgende Schwerpunkte:

• Die Nachmittagsbetreuung wird für Familien und Schüler verlässlich nach deren Bedürfnissen zum Ganztagsangebot weiterentwickelt. Einen Zwang zur Inanspruchnahme (verpflichtende Ganztagsschule) lehnen wir ab.
• Die inklusive Beschulung soll vom betreuten Kind her gedacht und weiter realisiert werden. Es wird auch weiter ein Förderschulangebot dort geben, wo Kinder einen besonderen Förderbedarf haben, der besser in der Umgebung einer Förderschule verwirklicht werden kann.
• Im Regelschulbereich wird auch künftig das bewährte Schulsystem fortgeführt. Dabei werden wir aber noch stärker auf die Durchlässigkeit zwischen den Schulstufen und Schulformen achten, damit jede Schülerin und jeder Schüler den ihm und ihr gemäßen Abschluss erreichen kann.
• Im Hinblick auf die Entwicklung der Hauptschulen bevorzugen wir die Bildung von kombinierten Haupt- und Realschulen. Das Beispiel der Bardoschule zeigt, dass dies ein zukunftsfähiges Modell ist.
• Die berufliche Bildung im dualen System bleibt für die Entwicklung unserer Region wichtig. Dem weiter wachsenden Bedarf an hochqualifizierten Facharbeitern werden wir in unserer Bildungspolitik ein Hauptaugenmerk widmen.

Der Zustrom von Flüchtlingen und Migranten stellt unser Bildungssystem vor neue Herausforderungen. Wir werden die besonderen Angebote für die Schüler aus Migrantenfamilien (Deutschunterricht, Hausaufgabenhilfe usw.) erweitern, um ihnen die Möglichkeit zu geben, mit den für sie neuen Herausforderungen erfolgreich umzugehen.